Sonntag, 18. Januar 2009

Eine kleine Detektiv-Story

Renate K. ist eine sich bis dato als glücklich verheiratet wähnende Frau, die mit ihrem Mann Klaus in einem kleinem Reihenhaus in einem Hamburger Vorort wohnt. Während ihr Ehemann einer Vollbeschäftigung nachgeht, jobbt sie stundenweise in einem Büro und sieht ihr Leben samt des ehelichen Zusammenlebens als zufriedenstellend an. Bis Renate K. eines Tages auffällt, dass ihr Mann in letzter Zeit deutlich später als gewohnt nach Hause kommt. Und ihren Versuchen, ihn deswegen zur Rede zu stellen, ist Klaus bisher mit Ausflüchten wegen Überstunden, Verkehrsstau etc. erfolgreich ausgewichen. Als sie ihn nun mehrfach vergeblich während seiner Anwesenheit zu Hause auf dem Handy zu erreichen versucht hat, beginnt Renate K. sich ernsthaft Sorgen zu machen.
Sie vertraut sich ihrer Freundin Patricia an und diese rät ihr nun unumwunden dazu, einen Privatdetektiv einzuschalten. Renate K. winkt zunächst entschieden ab, ja, sie ist über diesen Vorschlag regelrecht empört. Doch Patricia gibt nicht nach, sie berichtet ihrer Freundin, wie eine Bekannte von ihr kürzlich den untergetauchten Vater des gemeinsamen Kindes, der sich davor drücken wollte, für den gemeinsamen Nachwuchs Alimente zu zahlen, mit Hilfe von einem Detektiv ausfindig gemacht hat.
Renate K. ist zwar längst noch nicht von diesem Vorschlag überzeugt, aber als die beiden Freundinnen sich trennen, nimmt sie diesen Gedanken erneut auf. Sie versucht sich in Erinnerung zu rufen, was ihr über Privatdetektive geläufig ist, muss aber letztlich feststellen, dass ihr zu diesem Thema kaum etwas wirklich Brauchbares einfällt. Denn wie die meisten der übrigen Durchschnittsbürger ist Renate K. bisher noch nie mit einem Detektiv in Berührung gekommen - zählt man die "Begegnung" mit einem fiktiven Privatermittler aus einschlägigen Literatur oder TV-Krimis mal nicht mit. Und überhaupt! - Wo findet man denn nun in Wirklichkeit einen echten Detektiv in Hamburg! Die gibt es doch nicht in den Gelben Seiten wie einen Klempner oder eine Schneiderei - oder doch?? Renate K. beschloss eine Nacht nochmal darüber zu schlafen und nächsten Tag ihre Freundin wegen des sich bei ihrer Bekannten als so hilfreich erwiesenen Detektivs nachzufragen...

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